Über mich

Mein Name ist Timo Maier, ich bin 1,83 m groß und 1980 in Herne geboren.

 

Aber was sagt das schon über mich?

 

Ich habe nach abgeschlossenem Abitur und Zivildienst zunächst in Konstanz Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunst- und Medienwissenschaft studiert, um zwei Jahre später nach Aachen überzusiedeln und dort mein Studium abzuschließen. Da ich in Aachen nicht die Möglichkeit hatte, Medienwissenschaft (um die Kunstwissenschaft tat es mir nicht besonders leid) weiter zu studieren, habe ich im zweiten Nebenfach zum Studium der Geschichte gewechselt. Die Medienwissenschaft, besonders in ihrer Ausprägung als Filmwissenschaft, interessierte mich jedoch weiterhin, so dass ich diese im Eigenstudium, bis heute, fortführe. So schloss ich mein Studium auch mit einer interdisziplinären Arbeit über die Ästhetik der Gewalt im Film ab, die philosophische, medientheoretische und literaturwissenschaftliche Ansätze zu verbinden sucht, um zu einer weiteren Perspektive in Hinblick auf die Rezeption medialer Gewalt zu gelangen. Ich halte es innerhalb der Geisteswissenschaft, als Kulturwissenschaft begriffen, für absolut notwendig, nicht nur interdisziplinär und intermedial zu arbeiten, sondern auch, gemessen am momentanten öffentlichen Diskurs über gewaltverherrlichende Medien, zu neuen gedanklichen Ansätzen zu reifen, die die leider vorherrschenden Muster allzu voreiliger Schuldzuweisungen und politisch blinden Aktionismus in produktivere Bahnen lenkt. Wer in dieser Zeit über Medien reflektieren und schreiben möchte, muss sich zuvorderst mit den Konditionen des jeweiligen Mediums auseinandersetzen. Ein Diskurs, der nicht auf dieser Basis geführt wird, ist meiner Meinung nach nicht fruchtbar und verliert sich allenfalls in redundanter Paraphrase.

 

Aber was sagt das schon über mich?

 

Zumindest, dass ich mich aktiv mit Medien (seit einiger Zeit fokussiert auf das Internet) und dem herrschenden Diskurs über solche auseinandersetze. Meine Leidenschaft gehört besonders den visuellen Medien - Malerei, Photographie, Design und allem voran dem Film. Hierbei ist es mir sehr wichtig, nicht nur aus der Rolle des Betrachters über Film zu arbeiten, sondern auch aus der Perspektive des Schaffenden. Nach einigen zarten Versuchen selbst Kurzfilme zu drehen, verlagerte ich mich später zunehmend auf die Mitarbeit an Drehbüchern - womit wir bei meiner eigentlichen Berufung wären, dem Schreiben. In meiner Freizeit versuche ich mich an allen erdenklichen Textformen, von kurzer Prosa, Lyrik und dem erwähnten Drehbuchschreiben über Romane und Essays bis hin zu Interviews, Konzepten und auf der Basis meiner Abschlussarbeit weiterführenden Studien. Demnach sind meine liebsten Freizeitbeschäftigungen auch lesen, Filme schauen und alles aufsaugen, was die popkulturellen Sphären so hergeben. Und die Musik nicht zu vergessen - ohne Konzerte wäre das Leben traurig. Sport mache ich auch - hin und wieder. Muss ich extra erwähnen, dass die Zeit mit meinen Liebsten von fundamentaler Bedeutung für mich ist? Ich hoffe nicht!

 

Und was sagt das jetzt über mich?

 

Eigentlich nichts! Der geneigte Leser (wie es in der Literatur der Romantik so schön heißt) wird mittels diesem kurzen Text nicht mal ansatzweise eine Vorstellung von mir als Mensch haben. Vielleicht eine Idee, aber auch nicht mehr. Denn die stenotypische Anpreisung des Selbst, wie sie zum Allgemeinplatz unserer narzisstischen Eigenwerbewelt geworden ist, vermag nicht das Geringste über einen Menschen auszusagen. Niemand, der diesen Text liest, kann auch nur im Mindesten erahnen, wie sich wohl der Klang meiner Stimme anhört, wie ich gestikuliere, das Spiel meiner Mimik sich auf meinem Gesicht ausprägt, ob ich charismatisch, schön oder hässlich bin. Darum verzichte ich an dieser Stelle auch auf Photographien, die mich in einer besonders vorteilhaften Pose darzustellen versuchen. Auch verwahre ich mich gegen Aussagen, die dem gängigen Stärken/Schwächen-Kanon geschuldet sind und jede menschliche Schwäche ohnehin nur wieder als Stärke zu tarnen versuchen: Meine drei größten Stärken sind Teamfähigkeit, Empathie und die Fähigkeit zu einer eigenständigen Arbeitsweise. Meine drei größten Schwächen sind Perfektionismus, übertriebener Ehrgeiz und ein mir schon so manches Mal zum Negativen gereichter Idealismus.

Letzten Endes können wir uns eh nur ein Bild von einem Menschen machen, und sei es ein noch so sehr auf Vorurteilen gründendes Bild, wenn wir uns zumindest einmal mit ihm oder ihr unterhalten haben. Aber ich schweife ab (ob dies schon negativ aufgefasst werden kann?).

 

In diesem Sinne wünsche ich viel Freude beim Stöbern in meinen Zeugnissen und Referenzen und bitte die Ausschweifungen dieser Zeilen zu verzeihen.

 

Timo Maier